PHS248 Biomaterialien

Spinnenseide, Muschelschalen, Haifischzahn und Lotusblatt: Werkstoffinspirationen aus der Natur.

Der Physiker und Materialwissenschafter Peter Fratzl spricht diese Woche über Biomaterialien. (Er ist Direktor des Max Planck Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam.)

Hinweis: eine bearbeitete Version dieses Interviews wurde im Rahmen der ORF Österreich 1 Radiosendung „Vom Leben der Natur“ im November 2021 in fünf Teilen ausgestrahlt.

  1. Wandelbare Eigenschaften
  2. Teures Hirn auf schlauen Beinen
  3. Natur ohne Räder
  4. Zähne am Fließband
  5. Wunderwerkstoff Collagen

Biomaterialien sind Materialien „aus, für und durch die Natur“. Es sind jene Werkstoffe, aus denen Pflanzen und Lebewesen bestehen: Holz, Gras, Wolle, Haare, Panzer – aus Zellulose, Chitin und Proteinen. Es sind aber auch jene Werkstoffe, aus denen zum Beispiel Prothesen – für Lebewesen – bestehen, Keramik, Gold oder Platin. Und es sind Materialien, die von der Natur inspiriert sind: Oberflächen von Schmetterlingen, die schillernde Farben haben, die Oberfläche des Lotusblattes, das Wasser perfekt abperlen lässt, die Zähnen von Tieren mit hohen mineralischen Anteilen.

Die Natur passt sich auf dem Weg der Evolution an die Umweltbedingungen an, ist nie perfekt, sondern immer nur so gut wie nötig, damit bei Änderungen der Umweltbedingungen noch immer genug Eigenschaften vorhanden sind, die anders wo hin passen. Die Natur kann hervorragend mit limitierten Ressourcen auszukommen. Es gibt Biomaterialien, die zwar aus dem gleichen Material bestehen, aber durch ihre unterschiedliche Struktur ganz verschiedene Eigenschaften haben. Diese Materialien können aber auch Informationen verarbeiten. Sie leiten etwas Schwingungen gefiltert weiter, damit das Gehirn nicht überlastet wird, das sich sonst mit zu vielen – meist uninteressanten – Schwingungen beschäftigen müsste. Eine selektive Weiterleitung erfolgt durch die Wahl der passenden Materialien. Die falschen Schwingungen kommen gar nicht erst an.

Es ist lohnend, die Zusammenhänge zwischen der Struktur und den physikalischen Eigenschaften von biologischen und bioinspirierten Verbundwerkstoffen zu erforschen, um selbst effizientere und bessere technologische Werkstücke herstellen zu können.

Interviewpartner:
Prof. Dr. Dr.h.c. Peter Fratzl
Direktor des Max Planck Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam, Deutschland

Link: https://www.mpikg.mpg.de/biomaterialen/direktor/peter-fratzl

PHS247 Umwelthistorische Recherchen: Klimawandel und Geschichte

Wie reagierten menschliche Gemeinschaften auf Änderungen im Klima? Verwundbarkeit ist ein Thema. Aber ganz so einfach ist es nicht. Ein ausführliches Gespräch mit Johannes Preiser-Kapeller, Globalhistoriker (Österreichische Akademie der Wissenschaften), über den Zusammenhang von Klimaänderungen mit historischen Ereignissen in der „Alten Welt“.

Link: Johannes Preiser-Kapeller, ÖAW

Die besprochenen Bücher von Johannes Preiser-Kapeller sind 2021 im Mandelbaum Verlag, Wien erschienen:

1) Die erste Ernte und der große Hunger – Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt bis 500 n. Chr. ISBN 978-3-85476-961-3

2) Der lange Sommer und die kleine Eiszeit – Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt von 550 bis 1500 n. Chr. ISBN 978-3-85476-889-0

Link zu den Büchern in der Facultas Buchhandlung mit Online-Shop

PHS246 Sterneschauen in Österreich

Diese Episode entstand gemeinsam mit der Österreich Werbung, in einer kurzen Version könnt Ihr sie im Podcast „Wald wirkt Wunder“ hören – auf der Suche nach den schönsten Plätzen zum Sterneschauen. Und hier bei uns in voller Länge.

Link: Wald wirkt Wunder – Ein Podcast aus der Begegnungszone Werbung, Journalismus, Wissenschaft und Lagerfeuer. Hier abonnieren!

PHS245 Ich bau' mir ein Haus

Zugegeben, wir bauen uns da ein kleines Haus. Das kleinstmögliche. 2 mal 2 mal 2 Meter. Aus Holz natürlich. Fenster? Vielleicht. Der Bauphysiker und Podcaster Friedrich Idam aus Hallstatt im Salzkammergut erzählt, was die zentralen Fragen sind. Denn: was ist das Ziel?

„Das Wasser ist schnellstmöglich vom Hause wegzuleiten“. Da fangen wir an.

Und Fritz erzählt auch viel über seinen Wohnort in Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut.

Fritz produziert auch einen Podcast: SSB (Simple Smart Buildings), mit Gedanken zu und Gesprächen zur Nachhaltigkeit beim Bauen oder Renovieren, zum baukulturellen Erbe und dem Wissen darüber.

Link zu seiner Homepage: Friedrich Idam

PHS244 Wasser in Österreich

Gerhard Schubert, Leiter der Fachabteilung Hydrogeologie & Geothermie der Geologischen Bundesanstalt im Gespräch mit Ulli Cecerle-Uitz.

Link: www.geologie.ac.at

PHS243 Abenteuer Wissenschaft

Thomas Hofmann ist Bibliothekar. An der Geologischen Bundesanstalt in Wien. Er hat ein Buch geschrieben. Über die Wissenschaft. Über die Reisen. Die Suche nach extremen Orten, neuen Dingen. Link: http://www.thomashofmann.at/

Wir sprechen über das Wesen der Wissenschaft, die Menschen, die Archive, und die Geschichten, die entstehen können, wenn jemand sie sucht.

Link zum Buch: Abenteuer Wissenschaft, Böhlau Verlag 2020 – das Wissenschaftsbuch des Jahres 2021

Willkommen in der Welt der Naturwissenschaft. Willkommen bei der Suche nach dem Einschlagkrater jenes Asteroiden, der zur Auslöschung der Dinosaurier geführt hat. Liebe Leserin, lieber Leser, begeben wir uns auf Zeitreisen, folgen Sie mir ins 19. Jahrhundert. Sie sind Gast auf der Novara, bei deren Reise rund um die Welt. Sie sind bei der Suche nach Nickelerzen auf den Salomoneninseln dabei, wo es 1896 ein Gemetzel gab. Wir kommen ins Tiroler Ötztal, wo bei Obergurgl Auguste Piccard am 27. Mai 1931 landete, und schmökern in Forschertagebüchern.

Freilich, bequem war und ist es für Männer und Frauen auf der Suche nach Neuem nur selten. Entbehrungen und Ärger, sei es schlechtes Wetter oder streikende Träger, standen und stehen bei Expeditionen auch im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung.

Hier geht es weniger um wissenschaftliche Forschungsergebnisse, vielmehr handelt das Buch vom Alltag forschender Menschen, deren Hoffnungen, Mühen und Freuden. Folgen Sie mir auch in die Welt des Bibliothekars, des Archivars. Schauen Sie mir über die Schulter. Persönliche Passagen in diesem Buch sind ebenso authentisch wie gedruckte Quellen oder die geführten Gespräche und Interviews. — Thomas Hofmann

PHS242 Der menschliche Faktor

Alles was schiefgehen kann, geht schief, und das zum blödsten Zeitpunkt. Bei dieser Episode ist alles gutgegangen – mit den Pros von Omegataupodcast kann das nur gutgehen. Ihr hört eine Co-Produktion über Mensch & Technik und die Fehler. Anlass war ein Interview mit Markus für einen Radiobeitrag in Diagonal / Ö1 zum Thema „Versagen“.

Link: https://www.omegataupodcast.net mit den besten Shownotes in Town.

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PHS241 Ohrevolution

Evolutionsbiologie: Wie sich das Säugetierohr evolutionär entwickelt hat. Warum das für große evolutionäre Freiheit sorgt. Wie theoretische Biologie funktioniert. Was die Statistik zur Evolutionsforschung beitragen kann, und warum überhaupt Evolution extrem spannend ist. Darüber sprechen wir in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree.

Link zum Originalartikel | Link zur Pressemitteilung

Gesprächspartner: Assoz. Prof. Mag. Dr. Philipp Mitteröcker, Privatdoz.
Universität Wien, Department für Evolutionsbiologie

PHS240 Unendlichkeit

Was wissen wir über das Unendliche? Die Physikalische Soiree, aufgenommen im Bienengarten. Wir legen mal zusammen und unterhalten uns darüber. Physik, Mathematik, Religion, ja, Philosophie. Das Universum. Alles, was kein Ende hat. Warum wir das tun? Es ist höchste Zeit, einmal ausgiebig das Leben nach dem Ende zu besprechen. Mit Roman Tschiedl, Diagonal-Autor.

Programmhinweis: Diagonal macht Schluss – Sendung am 20.06.2020 im ORF Radioprogramm Österreich 1. Link zur Sendung

PHS239 Die Sonne

Die Sonne ist ein Stern, der uns sehr nahe ist. In Österreich gibt es seit dem 2. Weltkrieg das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe, das die Sonne beobachtet, um Weltraumwetterberichte zu erstellen. Es entstand eine Zeitreihe gleichartiger Messungen, bei denen dazugehört, dass täglich die Sonnenflecken auch in aller Ruhe und Genauigkeit gezeichnet werden.

Leiterin des Sonnenobservatoriums ist die Astrophysikerin Astrid Veronig. Sie erzählt über die Sonne und die Sonnenforschung. So hört sich das an:

Ausschnitte aus dem Gespräch sind in der ORF Österreich 1 Radiosendung „Diagonal“ am 13. April 2019 ab 17:05 Uhr zu hören.

Gesprächspartnerin:

Mag. Dr. Astrid Veronig, Assoz. Univ.-Prof.
https://physik.uni-graz.at/de/astrophysik/veronig/

Episodenbild: NASA