PHS236 Der Boden

Mit der Umwelthistorikerin Verena Winiwarter im Gespräch über Umweltgeschichte. Im Speziellen: über den Boden. Was ihn ausmacht. Wie sich das im Laufe der Geschichte geändert hat.

Ursprünglich hat Verena Winiwarter die Ausbildung zur technischen Chemikerin gemacht, sie studierte dann Geschichte und Publizistik. Umweltgeschichte wurde zu ihrem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt.

Wir sprechen über:

Wie war das mit der Umwelt in der Antike? Was macht man mit dem Boden? Wie bringt man Pferd und Esel zusammen? Praktische Werke für diejenige, die ein Landgut gehabt haben. Fest, flüssig, gasförmig. Alles im Boden. Liebig und Lego, und das nährende Prinzip. Streit zwischen Humusstöfflern und Mineralstöfflern. Mit einem Auszug aus Darwins Buch über die Regenwürmer. Nachhaltigkeitsziele der UN. Ecofiction, Soziale Ökologie (Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität für Bodenkultur). Nachhaltigkeitsziele.

Der Umgang mit der Natur war treibend für soziale Entwicklungen. Wer hört Wissenschaftler:innen zu? Was hört die Politik? Macht versus Wahrheit. Wer gewinnt? “Wir wünschen uns, dass die Aufklärung funktioniert hätte.”

Buchtipp: Verena Winiwarter, “Unsere Umwelt hat Geschichte” – 60 Reisen durch die Zeit. Link zum Buch bei Amazon

Verena Winiwarter ist Präsidentin des Dachverbands der Umweltgeschichtegesellschaften mit 4000 Mitgliedern.

Links: UN Nachhaltigkeit | Forschergeist 60: “Klimawandel”

Buchtipp: Kim Stanley Robinson, New York 2140. Eco Science Fiction. Link zum Buch bei Amazon

Interviewpartnerin:

Verena Winiwarter, Univ.Prof. Ing. Dr.phil.
Link: H73700 Institut für Soziale Ökologie (SEC)
Universität für Bodenkultur, Wien
verena.winiwarter@boku.ac.at


Bearbeitung: Leo Rachbauer, Gestaltung: Lothar Bodingbauer

PHS235 Umweltverträglichkeitsprüfung

Verwaltung, Wissenschaft und Planung: Karin Hiltgartner vom Department für Raumplanung der TU Wien spricht über die Herausforderung, Umwelt, Menschen, Recht und Projekte unter einen Hut zu bekommen. Es geht in dieser Episode um die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Am 19. Juni hat dazu ein Fokustag in Wien stattgefunden. Spannend dabei: das Thema Partizipation und kritisches Denken, darüber sprechen wir auch in dieser Ausgabe.

Link zu Karin Hiltgartner | Link zum Wikipedia-Eintrag “Umweltverträglichkeitsprüfung” | Link zum Fokustag | Link zur Pressemitteilung der TU, die Anlass zu dieser Episode war

PHS234 Landschaftsarchitektur

An der Universität für Bodenkultur in Wien wurde ein Archiv für Landschaftsarchitektur eingerichtet. Was ist eigentlich Landschaftsarchitektur – und was leistet ein Archiv zu diesem Thema? Wir lernen den Begriff “Freiraum” kennen, und die Aussage, dass Gebäude nur über diese Freiräume erschlossen werden können.

Wir sprechen auch über die Bahnwärterhäuschen entlang der Semmeringbahn. Im Bild: der “20-Schilling-Blick” – Landschaft mit Bahntrasse – so wie er auf dem letzten österreichischen 20-Schilling-Schein zu sehen ist.

Gesprächspartner/innen:

Lilli Lička, Universität für Bodenkultur Wien, Department für Raum, Landschaft & Infrastruktur, Leiterin des Instituts für Landschaftsarchitektur, Ulrike Krippner und Roland Tusch, wissenschaftliche Mitarbeiter/in am Institut und Gerhard Kainz, Mitarbeiter im Archiv für Landschaftsarchitektur.

Link zum Institut für Landschaftsarchitektur (ILA) und zur Konferenz Park Politics, die vom 7 bis 9. Juni 2018 in Wien stattfindet.

Episodenbild: Schwarzenbergplatz, Umbauarbeiten vor dem Palais Schwarzenberg im Februar 2018.

PHS233 Schnee

Zu Gast: Johann Kneihs. Er arbeitet an einer Radiosendung zum Thema Schnee. In diesem Gespräch versuchen wir gemeinsam herauszufinden, was an Schnee spannend ist, und wir legen auch mal auf den Tisch, was Grundlagenforschung zu dieser besonders schönen Art der Kristallisation von Wasser weiß. Ein schneller Einblick, eine schöne Runde, in der sich Kultur und Natur die Hände schütteln.

Hinweis: Die Radiosendung zum Thema “Schnee” gibt es am Samstag, 17.02.2018, auf Ö1. Diagonal, ab 17:05 Uhr. Link zum Programm

Die Sendung kann man zur Sendezeit via Internet online hören, über den Programmlink 7 Tage nachhören, oder als Ö1 Clubmitglied 30 Tage downloaden.

Link zur Episode 127 – Eis (mit Thomas Lörting, Uni Innsbruck) und Link zu snowcrystals.com – der Seite für Schneeflockenforschung. Wikipedia Schlagwort Wasserstoffbrückenbildung.

PHS232 Voodoo

Yvonne Schaffler ist Sozialanthropologin.

Sie forscht in der Dominikanischen Republik an “Ritualen der Besessenheit”. Was das bedeutet, besprechen wir in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree.

Das Episodenbild kommt aus der Ethnomedizinischen Sammlung.

In der Dominikanischen Republik ist die Gesellschaft deutlich restriktiver als bei uns, daher macht Besessenheit Sinn, um das zu kommunizieren was öffentlich nicht gesagt werden darf. Wir hier bei uns haben uns im Vergleich dazu weitgehend Rede- und Handlungsfreiheit geschaffen. Abgesehen davon haben sich die Möglichkeiten zur Trance in die Kunst verlagert oder sie haben spielerischen Charakter, ich denke da an Festivals und Konzerte.

Positive Wirkfaktoren, wie man sie aus Ritualen kennt, sind übrigens ohnehin schon längst in diverse  psychotherapeutische Verfahren eingeflossen. Etwa die Katathym Imaginative Psychotherapie oder die Hypnose-Therapie arbeiten mit veränderten Bewusstseinszuständen. Das für Vodou typische „Rollenspiel“ findet sich im Psychodrama. Nicht therapeutische Möglichkeiten für Rollenspiele finden sich auch im Live Rollenspiel oder Improvisationstheater. — Yvonne Schaffler

Vom Spektakel zur Traumabewältigung. Hier geht es zum FWF-Projekt von Yvonne Schaffler, und hier zu ihrer Homepage: http://yvonne-schaffler.eu

Link zum angesprochenen CRE 215 Kurdistan

Link zu “Anatomy of Code Blue” von ABC Radio National

Korrektum: Yvonne Schaffler spricht im Mittelteil des Gespräches fälschlicherweise von “Dissoziativer Persönlichkeitsstörung.“ Sie merkt im Nachhinein an, es handle sich korrekterweise um die “Dissoziative Identitätsstörung.”

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PHS231 Pharma! Weiterbildung für Ärzte

Karl Altenhuber ist Präsident von EIMSED, dem “European Institute for Medical & Scientific Education”.

Dieses Institut veranstaltet Weiterbildung für Ärzte, es vermittelt zwischen den Wünschen der Pharmaindustrie, den Ärzten, dem Gesetz und den Patienten.

Im Gespräch erfahren wir von seiner Arbeit, seinem Hintergrund und einer ganzen Welt, die uns sonst nicht allzu einsehbar ist.

Link: http://www.eimsed.com

PHS230 Lastenradlogistik

Wie können Lieferautos und Lastenfahrrädern in einem städischen Netzwerk synchronisiert werden? Alexandra Anderluh (WU), Vera Hemmelmayr (WU) und Pamela Nolz (AIT) haben eine Arbeit darüber geschrieben. In dieser Episode sprechen wir darüber.

Literatur: A. Anderluh, V. Hemmelmayr, P. Nolz:
Synchronizing vans and cargo bikes in a city distribution network“;
Central European Journal of Operations Research, Springer Berlin Heidelberg (2016).

Mehr Interviews und Gespräche zum Thema Lastenrad gibt’s drüben auf der Stadtgespräch Seite.

PHS228 Intelligente Erdbauwalzen

Was auf Entfernung wie eine einfache Straßenwalze aussieht, ist ein ganzes Konzept. Der Wunsch, Boden zu verdichten. Der Geotechniker Johannes Pistrol hat seine Dissertation über oszillierende Erdbauwalzen geschrieben. Sie misst während ihrer Arbeit gleichzeitig die Verhältnisse im Boden. Ziel der Forschung ist ein besseres Verständnis der Zusammenhänge und letztlich auch verringerter Verschleiß. Johannes erzählt, worauf es ankommt. Für seine Forschungsarbeit hat er am 14. Dezember 2016 an der TU Wien den Dr. Ernst-Fehrer-Preis erhalten.

Gesprächspartner:
Dr. Johannes Pistrol
Technische Universität Wien
Institut für Geotechnik
Karlsplatz 13, 1040 Wien
johannes.pistrol@tuwien.ac.at

Link zur Presseaussendung der TU Wien / Episoden-Foto: TU Wien | Link zur Hamm Walze am Bild

PHS227 Ein Preis, ein Preis: Physik und die Kunst der Vermittlung

Leo Ludick (r) und Lothar Bodingbauer (l)
Leo Ludick und Lothar Bodingbauer, beide begeisterte “Sexl-Preisträger” für Physikvermittlung.

Leo Ludick hat sich gemeldet. Er ist der wissenschaftliche Leiter von WELIOS, dem Science Museum in Wels. Und er ist Sexl-Preisträger. Er würde gerne eine Episode der Physikalischen Soiree machen, und zwar mit mir. Völlig ungewohnt für mich, die andere Seite, aber Leo hat mit viel Geschick und guter Vorbereitung es geschafft, mir einige Sachen herauszulocken, warum ich die Physikalische Soiree mache, was mir an der Physikvermittlung liegt, und ob das alles ist, was wir über die Physik erzählen. Es hat Spaß gemacht, und so stelle ich euch diese Episode gerne vor. Also alles einmal umgekehrt, Lothar B. im Portrait.