PHS165 Quieetsch!

Warum das Quietschen der Tafelkreide nervt. Musikwissenschaftliche Untersuchungen an einem entsetzlichen Phänomen.

Grauenhafte Geräusche. Das Kratzen von Fingernägeln auf der Tafel, das Quietschen der Kreide bevor sie abbricht. Zu Gast ist heute jemand, der an der Universität Wien untersucht, warum diese Geräusche so unangenehm klingen: der Musikwissenschaftler Christoph Reuter. Er erzählt, wie genau die Geräusche beschaffen sein müssen, damit sie nerven. Er gibt einen spannenden Einblick in seine Forschung und erzählt dabei verständlich über Resonanz, Maskierung, Tonalität und die vielen Eigenschaften von Geräuschen.

Hintergrund:

1) Pressemitteilung und Anlass zur Sendung

2) Das Gerät, mit dem die physiologischen Körperfunktionen mitgeloggt wurden, ist das Nexus-10 von MindMedia (Weiterverarbeitung via Biotrace+, Excel und SPSS)

3) Das Programm, mit dem die Stimuli bearbeitet wurden, ist „Jaco Visual Editor“ von Herbert Griebel (Wien)

4) Die Studie selbst ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Michael Oehler von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation Köln

5) Link zur Website Bad Vibes, die Suche nach dem grässlichsten Geräusch

6) Link zum Kurzbeitrag im Deutschlandfunk und DRadio Wissen

7) Eine nette Hörerreaktion haben wir erhalten: von der Perfektion, eine Tafelkreide so richtig zum Quietschen zu bringen, schreibt Karl-Ludwig Bath, und wir dürfen freundlicherweise seine Zusammenfassung hier veröffentlichen: Kreidequietschen

PHS150 /WH2 - Hören - Teil III/III

Gast: Prof. Josef Kolerus, TU Wien. Wiederholung der Sendung vom April 2004.

PHS150 /WH1 - Hören - Teil II/III

Gast: Prof. Josef Kolerus, TU Wien. Wiederholung der Sendung vom März 2004.

PHS150 Hören. Besser hören. Teil I/III

Die Menge akustischer Umwelteindrücke nimmt zu. Wer gehört werden will, muss lauter werden, oder penetranter. Wer in Ruhe hören will, muss sich mit schalldichten Kopfhörern von der Umgebung abkoppeln. Die gehörten Klangdateien sind dabei oft stark komprimiert und datenreduziert, ein sterile Abklatsch des Originals. Wer also gerne und gut hört, leidet dieser Tage in einer Welt, in der das Sehen und Gesehen werden Priorität hat. Eine akustische Annäherung an die hörbaren Aspekte des Alltags.